Es gibt unzählige Arten von Schimmelpilzen in vielen verschiedenen Formen und Farben, die für den Menschen gefährlich sein können. Schimmel gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen und jede Variante ist gleichsam unerwünscht – zumindest in Haus, Wohnung und Keller.

Zu den üblichsten in Wohnräumen auftretenden Schimmelpilzen zählen:

  • Schwarzer Schimmel
  • Roter Schimmel
  • Grüner Schimmel
  • Gelber Schimmel

Allgemein wird vermutet, dass schwarzer Schimmelpilz der aggressivste aller Schimmelpilztypen sei. Streng genommen sind jedoch alle vorgenannten Arten von Schimmelpilzen gesundheitsschädlich, da sie alle toxinhaltige Stoffwechselprodukte und Sporen freisetzen.

Schwarzer Schimmel – welcher auch Gießkannenschimmel genannt wird, gibt es in ca. 40 bekannten Arten. Dieser bildet sich in Wohnräumen oft an Wandoberflächen oder in Ecken. Um optimal wachsen zu können, benötigt er ein warmes und feuchtes Umfeld. Deshalb findet man schwarzen Schimmel häufig im Badezimmer oder an anderen Stellen, die einer hohen Luftfeuchtigkeit ausgesetzt sind.

Zu seinen beliebtesten Aufenthaltsorten zählen:

  • Obst und Gemüse
  • andere Lebensmittel, insbesondere Fleisch und Getreide
  • verputzte Wände und Decken
  • Mauern
  • Tapeten
  • Fliesenfugen
  • Schrankrückwände
  • Bücher und sonstige Kartonagen, Papiere
Schwarzer-Schimmelpilz
Schwarzen Schimmelpilz ist an seiner schleimigen Beschaffenheit zu erkennen. Er kann alle organischen Materialien, aber auch Glas und Metall, befallen. Schwarzer Schimmel ist auf der ganzen Welt in allen Böden vorhanden. Am Gedeihen können ihn weder Säure noch Lauge hindern.

Große Temperaturunterschiede sind für ihn ebenfalls kein Problem, was seinen Fortbestand unterstützt. Das Wachstum kann schon ab 6°C beginnen und setzt sich bis 45°C fort. Aus diesem Grund kann schwarzer Schimmel auch in kühleren Räumen (wie Kellern, Dachböden und Garagen) auftreten.

Eine akute Gefahr für den Menschen besteht bei der Aufnahme über Lebensmittel. Aber auch Allergiker und Menschen mit schwachem Immunsystem können durch die Ausdünstung der Sporen erkranken.

Roter Schimmel – welcher auch als roter Bäckerschimmel bekannt ist, setzt sich mit Vorliebe auf Getreideerzeugnisse und soll für Erkrankungen der Atemwege bei Bäckern verantwortlich sein. Diese Lebensmittel haben einen hohen Anteil an Stärke, Kohlenhydraten und Zucker, wovon  sich der rote Schimmel ernährt. Holz, Karton und Papier sind ebenfalls häufiger betroffen.

Grüner Schimmel – welcher häufig auch als grauer Schimmel erscheint, ist aufgrund seiner Freisetzung von Schimmelpilzgiften potentiell gesundheitsgefährdend. Seine Sporen können höchst allergen sein und allergische Anfälle provozieren, Atemwege und Schleimhäute reizen, Kopfschmerzen, Müdigkeit und migräneartige Symptome verursachen. Blumenerde und Bausubstanz in der Nähe von Heizkörpern bieten den perfekten Nährboden.

Gelber Schimmel – welcher einer der gefährlichsten Sorten ist, wird bei uns eher selten angetroffen. Oftmals setzt er sich auf stärkehaltigen Lebensmitteln ab und wird so unbewusst konsumiert. Schwere Organschäden können die Folge sein. Sollte der gelbe Schimmel dennoch vorgefunden werden, muss wie bei allen anderen Schimmelpilzarten eine professionelle Schimmelsanierung durchgeführt werden.