Ein baulich intaktes Gebäude, in das keine Feuchte von außen eindringt, ist Voraussetzung für gesundes Wohnen. Vorbeugend gegen Schimmelwachstum wirkt richtiges Heizen und Lüften mit regelmäßigem Abführen der Feuchtigkeit nach außen.

  • Sauerstoff
  • einen geeigneten ph-Wert (5-7)
  • Nahrung (organische Stoffe, z.B. Staub, Schmutz, Holz, Tapeten, Kleister, etc.)
  • die passende Temperatur
  • und vor allem Feuchtigkeit
Auf der Suche nach Schimmel

Ursachen erhöhter Feuchte in der Wohnung können zum Beispiel sein:

  • direkter Eintrag von Feuchtigkeit über defekte Dächer, Risse im Mauerwerk, aufsteigende Feuchte in Wänden,
  • ungenügendes Austrocknen bei Neubauten oder nach Baumaßnahmen,
  • Wassereintritt infolge von Rohrbrüchen oder anderen Wasserschäden,
  • unzureichende Abfuhr erhöhter Raumluftfeuchte durch zu wenig Lüftung,
  • Kondensation der Luftfeuchte im Bereich von „kalten“ Wänden, die beispielsweise durch Wärmebrücken oder bei unzureichender Wärmedämmung sowie durch unsachgemäßes Heizen entstehen.

 

Weil Feuchtigkeit und Nässe entscheidend zur Schimmelbildung in Räumen beitragen, muss eine wirkungsvolle Schimmel-Prävention exakt an diesem Punkt ansetzen. Richtiges Lüften, am besten mehrmals am Tag für je 5 – 10 Minuten. Die besten manuellen Lüftungsmethoden sind Stoßlüften und Querlüften. In beiden Fällen öffnet man die Fenster komplett. Die Anschaffung eines Hygrometers kann hier helfen, die empfohlene Luftfeuchtigkeit von 40-60 % einzuhalten. Luft muss zirkulieren, damit sich kein Kondenswasser an anfälligen Stellen bildet und so Schimmel entsteht. Möbel sollten darum nie direkt an der Außenwand stehen, sondern einige Zentimeter entfernt aufgestellt werden. Wenn es nicht anders geht, sollten Sie die Dinge im Auge behalten. Immer wenn etwas vor einer Wand steht, ist die Oberflächentemperatur der Wand deutlich geringer. Damit steigt automatisch das Schimmelpilzrisiko. Zumindest sollten Sie die Möbel gut fünf Zentimeter vor der Wand aufstellen. Wenn bei einer energetischen Sanierung dicht schließende Fenster eingebaut werden, muss verstärkt gelüftet werden, um die Feuchte im Raum und damit die Schimmelgefahr zu reduzieren. Bei Havarien (z.B. Wasserrohrbruch, Überschwemmungen) ist es wichtig, die betroffenen Materialien möglichst schnell zu trocknen, um Schimmelwachstum zu vermeiden.

In Kellerräumen sind die Außenwände oftmals relativ kalt. In solchen Räumen kann sich im Sommer, wenn warme Luft in den Keller gelangt, Luftfeuchtigkeit an der kalten Kellerwand niederschlagen. Dadurch kann es zu Schimmelpilzwachstum kommen. In den Sommermonaten sollten Kellerräume daher nicht am Tag, sondern vorzugsweise in den späten Abendstunden oder frühen Morgenstunden gelüftet werden. Selbstverständlich ist auch im Winter eine verstärkte Lüftung der Kellerräume sinnvoll, wobei diese dann zu jeder Tageszeit erfolgen kann.

 

Folgende Hinweise sollten bei der Schimmelprävention berücksichtigt werden:

 

  • optimale Raumtemperatur liegt zwischen 19°C und 21°C;
  • Lassen Sie Räume nicht auskühlen (kühlster Raum nicht unter 16°C)
  • Hygrometer nutzen
  • Lassen Sie Türen zu weniger beheizten Räumen geschlossen
  • Kein indirektes Heizen von kälteren durch wärmere Räume
  • Kein Kippen und Heizen
  • Sorgen Sie dafür, dass Heizkörper nicht durch Möbel verstellt oder abgedeckt sind
  • Schränke & große Möbel in 5 – 10 cm Abstand zu den Außenwänden aufstellen
  • Sorgen Sie für regelmäßigen Luftaustausch, täglich 5 – 10 Minuten Stoßlüften
  • Lüften Sie während des Kochens – auch wenn Sie eine Dunstabzugshaube nutzen
  • Ziehen Sie nach dem Duschen das Wasser an den Kabinenwänden ab
  • Drehen Sie danach die Heizung runter und lüften Sie kurz – anschließend das Bad wieder aufwärmen
  • Blumenerde kontrollieren
  • Aquarien abdecken
  • Wäsche draußen trocknen
  • Wenn Wäschetrocknen unvermeidlich ist, mehr lüften
  • Auf Baufeuchte durch verstärktes Lüften reagieren
  • Kalkhaltigen Wandverputz nutzen