Der Schimmelpilz in Wohnräumen stellt eine gesundheitliche Gefahr für den Menschen dar. Die Pilzgifte und Schimmelsporen können über die Luft in die Atemwege gelangen und so zu Erkrankungen der Atemwege und Allergien führen. Werden die in der Luft befindlichen Schimmelsporen eingeatmet, kann es zu folgenden Symptomen kommen:

  • Allergien
  • Atemnot
  • Augenreizung
  • Grippeartige Symptome
  • Erkrankung der Atemwege
  • Infektionen der Lunge
  • Haut- und Schleimhautreizungen
  • Müdigkeit
  • Schlafstörungen
  • Erschöpfungszustände
  • Konzentrationsschwäche
  • Geschwächtes Immunsystem
Ehepaar hustet stark, da sie an Auswirkungen von Schimmelbefall leiden

Eine andauernde Schimmelpilzbelastung kann des Weiteren zu folgenden Erkrankungen führen:

  • Asthma
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Muskelschmerzen
  • Eisenmangel
  • Nieren- und Leberschädigungen

Durch eine Blutuntersuchung auf Antikörper gegen Schimmel lässt sich nachweisen, ob die Symptome aufgrund von Schimmelpilzen aufgetreten sind. Fällt der Bluttest positiv aus, folgt der sogenannte Pick-Test, bei dem verschiedene Schimmelpilze auf die Haut aufgetragen werden. Die eventuell positiv auftretenden Hautreaktionen geben weiteren Aufschluss für eine gezielte Behandlung.

Die allergischen Entzündungsreaktionen werden größtenteils mit Kortison und die Pilzsporen in der Lunge mit einem spezielles Arzneimittel (Antimykotikum) zur Bekämpfung von Pilzinfektionen behandelt. Hierbei ist darauf zu achten die Sporen und Toxine vollständig aus dem Körper zu entfernen.

Auch wenn man die Symptome mit Medikamenten in den Griff bekommen kann, ist es wichtig die Ursache nämlich den Schimmelpilz in den Wohnräumen komplett zu beseitigen. Ist also irgendwo in der Wohnung Schimmelbefall aufgetreten, sollte man die gesamte Wohnung auf Schimmel absuchen. Der Schimmelpilz wird sich immer wieder ausbreiten, wenn er nicht vollständig beseitigt wird. Auch Menschen, die keine Beschwerden haben, können auf Dauer gesundheitliche Beschwerden bekommen. Dabei sind Kleinkinder, alte Menschen, auf Allergien anfällige Personen und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem besonders gefährdet.

In Deutschland sind inzwischen rund 30 Millionen Allergiker zu verzeichnen, von denen allein rund 30 Prozent eine Schimmelpilzallergie haben. Das relativ neue Energiebewusstsein ist nicht zuletzt mit Schuld an der deutlich steigenden Zahl der Schimmelpilzallergiker. Die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit in den Wohnräumen steigt, weil moderne Fenster dichter schließen und die Wärmedämmung von Häusern stetig weiter verbessert wird. Dies führt wiederum zu Schimmelpilzen an Wand oder Decke. Gefährlich ist, dass Schimmelpilze sich zunächst unsichtbar verbreiten und in dieser Zeit schon gesundheitliche Beeinträchtigungen bewirkt. Oft werden zunächst andere Ursachen für Erkrankungen gesucht, da man noch kein Schimmelproblem in den eigenen Wohnräumen festgestellt hat.

Schimmelpilze gehören zu den Stoffen, mit denen der Mensch im Innenraum praktisch dauerhaft umgeben ist. Wie die verschiedenen Schimmelpilze letztendlich auf den Menschen wirken, ist abhängig von der individuellen Konstitution, ebenso von der Schimmelsporenkonzentration und davon, wie lange man dem Schimmel ausgesetzt war.